Der Kontrabaß

Der KontrabaßGerman language alert: When I read books that were written in German I review them in German as well. 

Wie beschreibt man ein Lieblingsbuch? Wie vermittelt man die Freude daran, es wieder und wieder zu lesen? Schwierig, so etwas.

Man kann natürlich die Vorzüge des Buches auflisten. Man kann erklären, es sei geistreich und witzig, so dass man oft laut Loslachen muss, auch wenn es 3 Uhr früh ist und alles rund um einen schon schläft (und man nicht so wie der Kontrabassist 95% schallundurchlässige Wände hat). Man kann hinzufügen, es sei hochintelligent und in einer Symbolhaftigkeit weit mehr als nur ein Einblick in das Leben des Kontrabassisten, vielmehr eine Versinnbildlichung des modernen Lebens des vielleicht nicht ganz, aber doch irgendwie freiwillig Unfreiwilligen.

Das alles klingt ja schön und gut, aber vermag wohl kaum im Leser dieser Zeilen das Gefühl entfachen, dass dem Verfasser jedes Mal beim Lesen des Buches innewohnt. Man kann vielleicht hoffen, das man genug Neugier geweckt hat, um zum Lesen des Kontrabasses anzuregen. Und falls nicht, so ist es ja eigentlich auch egal, den die Freude am Lieblingsbuch, die ist ja im Grunde etwas zutiefst persönliches, und bleibt ungetrübt.

Kurz gefasst: Wer heute noch nicht gut gelacht (vielleicht weil es gerade nichts zum Lachen gibt), oder nachgedacht (womöglich gar wegen der Angst, dass mangels eines 22 Semester Philosphiestudiums bestimmt eh nix Gescheites dabei heraus kommen würde) hat, dem sei das Lesen dieses Buches ans Herz gelegt.


Der Kontrabaß by Patrick Süskind 
My goodreads-rating: 5 of 5 stars

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